Jahreskonzert der Brass Band Harmonie

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WENN HARMONIE HUMORVOLL WIRD
Vergangenes Wochenende hat die Brass Band Harmonie Rickenbach im gut besuchten Kubus zwei Mal ihr Jahreskonzert aufgeführt. Die Harmonie setzte mit ihrem Programm «Harmonie pur» den Fokus wieder auf pure Brass Musik und bewies nebst musikalischen Topunterhaltung auch viel Sinn für Humor. Gekonnt durchs Programm führte die charmante Patricia Flury.
Eine Bühne, 32 Vollblutmusikerinnen und Vollblutmusiker und das wohl bekannte Harfensymbol, das die Rückseite der Notenständer ziert. «In den letzten Jahren mit Gesang, Tanz, Theater kam immer soviel zusammen, dass wir uns dieses Jahr wieder einmal auf pure Brass Musik konzentrieren wollten.», so der Dirigent Lukas Scherrer. Trotz des wunderbaren Wetters letztes Wochenende fanden am Samstag wie auch am Sonntag zahlreiche Besucher ihren Weg in den Kubus, um diese pure Harmonie zu geniessen.

Ausdauer gefragt
Feierlich eröffnet wurde das Konzert mit der «Festmusik der Stadt Wien» von Richard Strauss. Matthias Hüsler und Benjamin Wey überzeugten beim Duett «Mac an Mort» von Harry Mortimer – auf der Tuba. Mit weiteren grossartigen Werken wie «Guardian of my Soul» von Darren Shaw oder auch mit schnellen Takten und lyrischen Melodien wie sie im Marsch Simoraine von Clive Barraclough vorkommen, zeigte die Brass Band einmal mehr, wie viel Herzblut sie in die Vorbereitung der Konzerte steckte. Vor allem die Solo-Stimmen brauchten viel Ausdauer, wobei Nadine Schürch besonders zu erwähnen ist, welche als Solistin am Flügelhorn viele Einsätze hatte. Elf Frauen seien aktuell in der Brass Band, eine erstaunlich hohe Zahl, meinte Toni Habermacher, der seit Jahren das Cornet spielt.

«Im zweiten Teil wird’s noch besser»
Vielversprechend, diese Aussage mit einem verschmitzten Lächeln von Toni Habermacher. Und wirklich, wohl mehr als in anderen Konzerten nahm man nicht nur die Brass Musik sondern auch die Musikerinnen und Musiker wahr.
Der Spirit ihrer Kameradschaft mit ihrem Sinn für Humor steckte das Publikum an. Gerade beim energischen «Zweikampf», dem witzigen Xylophon-Duett von Roger Lang und Jonas Hüsler konnten sich die Kinder im Publikum vor Lachen kaum halten. Immer ein Erlebnis auch «The Bare Necessities» aus dem Walt Disney Klassiker «Dschungelbuch», was noch getoppt wird, wenn Balou alias Matthias Hüsler mit der Tuba im dicken Bärenfell gleich selber auf der Bühne steht und plötzlich die halbe Brass Band mit Rasseln geräuschvoll über die Bühne tanzt. Als ob der begeisterte Applaus der Beweis dafür war, dass das Publikum nun zufrieden und die Arbeit somit getan war, verliess die ganze Brass Band im Sinne von Balou genüsslich gähnend die Bühne…

Vielseitige Talente
…kehrten jedoch wieder zurück und stellte sich mit den Händen in den Hosentaschen am Bühnenrand auf wie ein Jodlerklub. Ganz ohne Instrumente, noch einmal pur, begannen Sie «Ewigi Liebi» zu singen und das vierstimmig, was erfreut aufgenommen wurde.
Die diesjährige Moderatorin Patricia Flury bildete die Brücken vom einen zum nächsten Stück mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Komponisten oder zu den Werken an sich. Ihre Schilderungen halfen, die Themen noch deutlicher herauszuhören.

Eine gelungene Idee
Ein Blick durch die Halle verriet, wie sehr die Rickenbacherinnen und Rickenbacher die Jahreskonzerte unserer beiden Brass Bands schätzen, welche auch immer zu einem grossen Treffpunkt werden, wo man gemeinsam ein paar unbeschwerte Stunden geniessen kann.
Die mit viel Liebe gestaltete Tombola sorgte für ein bisschen Nervenkitzel und auch die Küche, dieses Jahr unter der Leitung von der Köchin Madeleine Rogger, war wie immer köstlich. Abschliessend bleibt nur zu sagen: «Harmonie pur» – eine wirklich gelungene Idee.
Freuen wir uns aufs nächste Jahr!